Juli 20. 2014 / Forschung & Technik, Märkte & Industrien

UV-Beständigkeit von HellermannTyton Produkten getestet durch Fraunhofer ISE

Solarfeld, erneuerbare Energie Arbeiter mit Handschuh InstallationEin entscheidendes Kriterium für die Wahl der richtigen Bündel- und  Befestigungskomponenten für Kabelinstallationen ist, dass die Teile aus Materialien hergestellt sind, die für die Bedürfnisse der spezifischen Anwendung geeignet sind.

Dies gilt insbesondere für Solaranwendungen, wo Verwitterungsumstände, wie beispielsweise UV-Bestrahlung, die Verwendung von vielen herkömmlichen Materialien ausschließt.

Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme, ISE, hat im Auftrag von HellermannTyton einen erweiterten UV-Bewitterungstest nach dem IEC 61215 Standard (Crystalline silicon terrestrial photovoltaic (PV) modules), Unterpunkt 10.10 (vorzeitige Alterung) durchgeführt.

Die durch die Fraunhofer ISE getesteten HellermannTyton Produkte umfassten UV-stabilisierte Kabelbinder der GalvaLok-Serie (GL250), der T-Serie (T80R-W) und der Q-Serie (Q50L-W). Die drei Prüfobjekte wurden neben einem naturfarbenen Standardkabelbinder aus Polyamid 6.6 (PA66) getestet, um die Ermittlung ihrer relativen Leistungen zu ermöglichen.

Die HellermannTyton GalvaLok-Kabelbinder sind aus Hochleistungspolyamid 11 (PA11) hergestellt, das aus nachhaltige Rizinusöl-Quellen gewonnen wird. PA11 hat sich als besonders stabil unter dem Einfluss von UV-Strahlung bewiesen.

Die getesteten Kabelbinder der T-Serie und der Q-Serie sind aus UV-stabilisiertem PA66 hergestellt und sind in einer Vielzahl von Kabelbündelanwendungen einsetzbar.

Die vier unterschiedlichen Kabelbinder wurden unter Last an Testzylinder in einer Testkammer befestigt und dann in regelmäßigen Abständen einer bestimmten UV-Strahlung ausgesetzt.

Daraufhin wurden die Kabelbinder einem Looptest nach Unterpunkt 9.5.1 der DIN EN 62275:2010.07 des VDE Instituts zur Prüfung ihrer mechanischen Festigkeit unterzogen.

Die Binder absolvierten 1.600 Stunden in der Testkammer und wurden insgesamt einer UV-Strahlung von 156.78 kWh/m² ausgesetzt, welche 1.000 kWh/m² Sonnenlicht im Jahr simulierte – die Durchschnittsmenge, die in Zentraleuropäischen Breitengraden zu erwarten ist. Schädigende UV-Strahlung macht ungefähr fünf Prozent dieser natürlichen Einstrahlung aus und entspricht in etwa drei Jahre natürliche Bewitterung.

Die Ergebnisse des Fraunhofer ISE-Tests dokumentieren die durchschnittlichen Werte der Looptests unter künstlichen Bewitterungsbedingungen wie folgt:

  • Der naturfarbene Standardkabelbinder (7,7mm Breite) aus Polyamid 6.6 Material zeigt bereits nach 200 Stunden in der Testkammer eine deutliche Schädigung durch den UV-Einfluss, die Schleifenhaltekraft ist hier auf weniger als die Hälfte des Anfangswertes abgesunken.
  • Im Gegensatz dazu ist zu erkennen, dass der Q50L-W und T80R-W aus UV-stabilisierten Polyamid 6.6, sowie der GL250 aus Polyamid 11 nahezu keine Auswirkungen der UV-Bewitterung zeigen.
Diagramm UV-Bewitterung ISE Fraunhofer Kabelbinder
Die dargestellten Kurven zeigen die gemittelten Schleifenzugwerte der Kabelbinder nach der künstlichen UV-Bewitterung.

Der Fraunhofer ISE-Test von HellermannTyton Kabelbinder wurde unter künstlichen Bedingungen in einer Prüfkammer durchgeführt. Damit die Ergebnisse dieser Simulation mit Daten aus dem wirklichen Leben über eine längere Laufzeit verglichen werden können, wird die gleiche Konstellation von Kabelbindern aktuell der natürlichen Bewitterung in Freiburg, Deutschland und in der Negev-Wüste in Süd-Israel für drei Jahre ausgesetzt.

Mehr Informationen rund um Produkte für die Solarindustrie finden Sie auf der Märkte und Industrienseite „Solaranlagen: sichere Gewinne schneller erreichen. Mit Kabelmanagement-Lösungen von HellermannTyton„.

Mehr Informationen zu Produktneuheiten – Hier können Sie die Broschüre mit den Produktneuheiten der Solarindustrie öffnen, klicken Sie hier.

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